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Klangkosmos Weltmusik Seit 2003

Sanam Uighur Ensembles

Tughluk Rozi tanbur, satar, dutar, vocals (und künstlerischer Leiter)
Rozi-akhun Adilov valc, rawap, dutar
Nazugum Ayupova vocals, dance
Akram Hashimov dutar
Dilshat Iminow gijak
Mohira Salimova vocals
Ellutdin Shakhputdinov dap
Die
meisten Uighuren leben heute in China und Turkmenistan. Viele sind
jedoch im Laufe der Sowjet-Ära nach Kasachstan, Usbekistan und
Kirgistan emigriert. In „ihrer neuen Heimat“ haben sie bis heute ihre
reichen Musik- und Tanztraditionen am Leben erhalten und
weiterentwickelt.
In ihrer Musik verbinden sie sämtliche Aspekte und Formen der östlichen
Musik – vom nouba der andalusischen Araber bis zu chinesischen
Harmonien.
„Der uighurische Klangkosmos“ ist sehr umfangreich; wechseln sich doch
vokale und instrumentale Elemente mit zahlreichen Varianten an Tempo
und Rhythmus ab.
Traditionell finden in jedem uighurischen Ort Aufführungen mit kurzen,
unmittelbar aufeinander folgenden Sequenzen aus Gesängen und Tänzen in
stetig ansteigendem Tempo statt. Man bezeichnet diese Aufführungsform
als Sanam, von der sich auch der Name des Ensembles ableitet.
Aufführungen uighurischer Musik – speziell aus der uighurischen
Diaspora Uzbekistans – sind im Ausland eher selten. Doch wo immer sie
erklingt, löst sie im Publikum große Begeisterung aus. Sicherlich ein
Grund mehr, dieses Konzert zu besuchen und eine bislang fremde
musikalische Klangvielfalt kennen zu lernen.
Kurze Erläuterungen zum besseren Verständnis der eingesetzten Musikinstrumente:
dutar – eine zweisaitige Langhalslaute
- ihre längste Saite ist 105 cm lang
- komplett hergestellt aus Maulbeerholz
- dekoriert mit Knochen und Horn
- in der Volksmusik wird sie als Begleit- oder Soloinstrument eingesetzt
gijak – eine kleine Fiedel
rawap – fünfsaitiges Zupfinstrument
- zwei von fünf Saiten sind doppelt bespannt
- in vier oder fünf Intervallen eine Oktave höher gestimmt als die dutar
tanbur – Langhalslaute mit fünf Metallsaiten
- ihr Hals ist 125 cm lang; umfasst zweieinhalb Oktaven
- die Melodie spielt man nur auf den doppelt bespannten hohen Saiten
- man zupft sie oder schlägt sie mit dem Plektrum an
uighurische dap – Rahmentrommel
- Durchmesser: zwischen 23 und 38 cm
- wird mit den Fingern beider Hände gespielt
uighurische satar – Variante des tanbur
- mit zehn oder zwölf Saiten bespannt
- mit einem Bogen gespielt